RANA PLAZA - EINE GROSSE TRAGÖDIE DER MODEINDUSTRIE

RANA PLAZA - EINE GROSSE TRAGÖDIE DER MODEINDUSTRIE

VOR 8 JAHREN STÜRZTE EIN GROSSES TEXTILFABRIKGEBÄUDE EIN

Vor 8 Jahren stürzte ein grosses Gebäude in Bangladesch ein, in dem mehrere Modeproduktionsfirmen untergebracht waren. Dies geschah, obwohl Warnungen ausgesprochen wurden und die Arbeiter Angst hatten zur Arbeit zu gehen. Die Gefahr vor dem Verlust Ihres Arbeitsplatzes, war jedoch größer. Über 1.000 Menschen starben und viele mehr erlitten schwere Verletzungen und Traumata.


2 Jahre später bin ich selber nach Bangladesch gereist, um mir ein Bild von der Situation vor Ort zu machen. Ich besuchte mehrere Produktionsstätten und versuchte, mit Arbeitern zu sprechen. Es war nicht einfach, da alle Angst hatten darüber zu sprechen und Sorge vor negativer Berichterstattung hatten. Ich wollte am eigenen Körper erfahren, wie es sich anfühlt unter dem enormen Zeitdruck der Näher*innen zu nähen. Also bekam ich Schutzkittel, Maske und Haube und eine kleine Einführung. Der Vorarbeiter beobachtete mich und stoppte die Zeit. Eine Näherin durfte ich „zu Hause“ besuchen, sofern dieser winzige Ort, welchen Sie mit anderen Näherinnen teilte, als ein „zu Hause“ bezeichnet werden kann. Sie erzählte mir, während meinem Interview mit Ihr, dass Sie Ihre beiden jungen Töchter seit Monaten nicht gesehen hatte. Das zu hören hat mir sofort die Tränen in die Augen geschossen.



Ebenso habe ich Überlebende der Rana Plaza-Katastrophe besucht, die stunden- und sogar tagelang unter Trümmern gefangen und verwundet gewesen waren. Sie hatten die Kraft, mir im Detail zu erzählen, welche Gefühle und Gedanken Sie im Moment des Einsturzes hatten. Meine Reise diente nicht dazu, mit den Fingern auf andere zu zeigen. Ich wollte Möglichkeiten finden, die Branche zu verändern. Ich traf Nazma Akter, eine Gewerkschaftsführerin und unglaublich positive und inspirierende Frau, welche hunderten von Frauen in Frauen-Cafés half. Hier lernten die Frauen einfache Dinge, wie das Lesen einer Uhr, um zu wissen ab wann Sie Überstunden machten. Und Sie lernten bei Verhandlungen richtig zu argumentieren, um besseres Gehalt und Arbeitsbedingungen zu bekommen. Es sind hauptsächlich die Frauen, die in Bangladesch in der Modebranche arbeiteten und dabei helfen, ihre Ehemänner und ganze Familien zu ernähren.

Meine Reise nach Bangladesch war sehr aufwühlend, aber ich habe viel gelernt. Seit meiner Reise sind 6 Jahre vergangen. Seitdem sind viele gute Dinge geschehen, aber es ist auch vieles noch schlimmer geworden. Mittlerweile reden wir von „Ultra Fast Fashion“, eine Formulierung, an die man vor Jahren noch nicht mal denken konnte.




Seit ich meine Marke gegründet habe, wollte ich den Menschen Freude und Kraft bringen. Auf keinen Fall aber den Menschen Schaden zufügen. Dies ist der Grund, weshalb ich so arbeite wie ich es tue und so produziere wie ich es tue. Kleine Mengen in unmittelbarer Nähe von Berlin oder in Stettin Polen, was nur 2 Stunden Autofahrt von hier entfernt ist. Und es ist der Grund, weshalb ich hochwertige Materialien aus Europa verwende. Ich bleibe bei meinem schwarzen Universum, nicht nur, weil ich es liebe, sondern auch, weil es klassisch und zeitlos ist. Niemals werden Sie sich mit Ihrem esther perbandt-Stück langweilen oder es als veraltet empfinden. Alle Stoffreste kann ich in der nächsten Saison wiederverwendet. Knöpfe bestehen aus Steinnuss und es werden keine Tiere verletzt. Ja, Sie überlegen es sich wahrscheinlich zweimal, bevor Sie sich ein Produkt von esther perbandt gönnen. Sie haben ihren Preis. Aber es wird mit Leidenschaft, Qualität und Liebe hergestellt. Und ich möchte, dass meine Kunden es 10, 20 oder 30 Jahre lang tragen können.


I am born ready, aber ich bin nicht als Engel geboren, ich bin nicht unschuldig. Es gibt sehr wahrscheinlich noch viele Dinge, die ich noch besser machen muss. Ein Unternehmen in ein nachhaltigeres zu verwandeln, ist ein Prozess. Es braucht viele kleine Schritte. Aber ich bin auf dem Weg, höre zu und reagiere, wo immer ich kann.

Let’s make fashion great again

#whomademyclothes






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