ASTRO NOIR LAB

ESTHER PERBANDT X KUNSTBIBLIOTHEK

„ASTRO NOIR LAB" - 17. Januar 2023

Im Rahmen der Berlin Fashion Week zeigt die Berliner Designerin Esther Perbandt in Kooperation mit der Kunstbibliothek eine immersive Mixed Reality Präsentation. Vor dem Hintergrund der Frage, wie sie in 10 Jahren 100% nachhaltig arbeiten wird, präsentiert sie ihre aufwändig gefertigten Kleider mit integrierten Chips, über die die Wertschöpfungsketten und Herkünfte der Materialien digital visualisiert werden. Alle 16 gezeigten “Astro Noir”-Looks sind Teil von Esther Perbandts Couture-Linie und nur auf Bestellung erhältlich. Jedoch wird es eine passende “Easy Access”-Kollektion geben, die dann auch im eigenen Onlinestore und in der Berliner Boutique erhältlich ist.

Viele der Looks sind Umsetzungen von digitalen Modeentwürfen, die Esther Perbandt erstmals im Juli 2021 während ihrer digitalen Modenschau „Astro Noir“ im Livestream gezeigt hat. Sie ist damit eine der deutschen PionierInnen was digitale 3D Kollektionen anbelangt. Auf der Berliner Kunstmesse Positions im September 2021 konnten sich wiederum Besucherinnen und Besucher Designs dieser Kollektion via AR (Augmented Reality) auf den eigenen Körper projizieren. Im Astro Noir Lab werden diese virtuellen Designs nun real und ihre jeweiligen Kleider-Geschichten können digital erkundet werden.

Durch unterschiedlichste Medien erzählt Esther Perbandt von ihrem schwarzen Universum und setzt durch die Überhöhung ein unmissverständliches Statement gegen ‚Fast Fashion‘ und für Nachhaltigkeit. Dabei verfeinert sie ihre Handschrift als Universalkünstlerin, die nicht nur in der Modewelt, sondern auch über diese hinaus, immer wieder neue Maßstäbe setzt. Immer wieder in ihrer langen Karriere ist die Unendlichkeit Esthers zentrales Schaffenselement. Die unterschiedlichsten Schwarztöne stehen dabei für Erhabenheit, für die Summe aller Farben, als auch für das Universum, die Unendlichkeit, die Unterschiedlichkeit in vermeintlicher Gleichheit aber auch symbolisch für die Ursprünge in allem. Im Schwarz liegt der Anfang. Schwarz und Licht haben eine existentielle Koexistenz.

Auch die Kunstbibliothek am Kulturforum verwandelt Esther Perbandt mit vermeintlicher Leichtigkeit in einen Traum von Unendlichkeit. Ein 400 qm großer schwarzen Raum, in dem punktierte Scheinwerfer und Hologramm-ähnliche Bildschirme leuchten wie Satelliten im Universum. Auf acht transparenten Screens bewegen sich futuristisch anmutende, körperlose Avatare, die die 16 Looks umfassende digitale Kollektion „Astro Noir“ präsentieren. Es gibt Momente, in denen auf allen 8 Screens die „invisible“ Avatare den gleichen Look synchron im typischen Catwalk laufen und damit das Gefühl der Unendlichkeit im Raum noch unterstreichen.

Zu den digitalen Looks gesellen sich zusätzlich die gleichen Outfits auch physisch an hochgewachsenen Körpern, die ebenfalls aus dem All zu kommen scheinen. Diese drapieren sich wie ein Tableau Vivant um ein kleines Podest und machen damit die Bühne frei für den Hauptakt des Abends: Ein 15 minütiger Live-Act der kanadische Mezzo-Sopranistin Emily D’Angelo. Sie ist “eine der besten jungen Sängerinnen der Welt” (NY Times) und hat ihren kometenhaften Aufstieg fortgesetzt und sich fest als eine der aufregendsten und von der Kritik gefeierten Künstlerinnen ihrer Generation etabliert. D’Angelo gab ihr Bühnendebüt im Alter von nur 21 Jahren in 2016, wo sie sofort mit dem Monini-Preis ausgezeichnet wurde.

Astro Noir Lab esther perbandt Astro Noir Lab esther perbandt
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Aber worum geht es Esther Perbandt bei dieser Präsentation?

Die Modeindustrie steht vor einer großen Herausforderungen: Die mangelnde Transparenz in ihrer gesamten Wertschöpfungskette. Die Herstellung von Kleidung erfolgt durch unethischer Praktiken und den Verlusts der biologischen Vielfalt. Und dennoch möchte Esther Perbandt die bereits seit ihrer Kindheit bestehenden Leidenschaft für elegante und avantgardistische Mode nicht aufgeben und noch die nächsten 30 Jahre ihre Kreativität und Faszination auch für digitale Innovationen leben und verfeinern wollen. Die geeignete Antwort liegt in der Technologie und in der Nachhaltigkeit. Digitale Mode ist in aller Munde, auch wenn das, was wir momentan sehen können vermutlich nur der Anfang ist.

Bei Esther Perbandts „Astro Noir Lab“ Präsentation launcht das deutsche RegTech „Fashion for Biodiversity Solutions“ FFBS-ID, mit dem der Weg von Modeartikeln vom Bauernhof bis zur Mode visualisiert und ihre Auswirkungen auf Umwelt und Biodiversität in Echtzeit bewertet werden können. FFBS-ID ist blockchain-basiert wodurch der Endverbraucher die Möglichkeit hat, die Personen hinter der Mode in der gesamten Lieferkette zu überprüfen Wer hat mein Kleid gemacht? Wer hat mein Textil hergestellt? Oder wer ist mein Landwirt? All das kann ab jetzt beantwortet werden. FFBS-ID bietet eine Bewertung der biologischen Vielfalt jedes Modeartikels, die Marken dabei helfen kann, ihr Engagement oder ihren Fahrplan für die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) und ihre Bereitschaft für den EU-Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft zu verstehen. Echtzeitdaten für CO2 und andere Treibhausgase können bei der Messung ihrer ESG-Bewertungen hilfreich sein, was in naher Zukunft wichtig sein wird.

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Partner:

Christiane Arp / Former Editor in Chief Vogue Germany, Vorstand Fashion Council Germany
Bereits zum zweiten Mal macht Christiane Arp in enger Zusammenarbeit mit Josepha Rodriguez das Styling für Esther Perbandts Show.

Loni Baur Make-up-Artist
Loni Baur gehört zu den erfolgreichsten Make-up-Artisten Deutschlands. Seit 25 Jahren ist sie in der Beauty-Szene für ihren künstlerischen Anspruch und ihre Kreativität bekannt. Erstmalig ist sie mit ihrer Marke LONI BAUR, die sie im Jahr 2022 mit ihrer Co-Founderin und Freundin, Dr. Nike Lohmann, gegründet hat, auch als Sponsor aktiv tätig.
https://www.lonibaur.com // #lonibaur #lonibaureditions @baurloni @lonibaureditions

Yoona.ai:
Mit dem Berliner Start Up Unternehmen für künstliche Intelligenz Yoona.ai entwickelte Esther Perbandt ihre ersten digitalen Modeentwürfe.
https://www.yoona.ai // @yoona.ai_design #yoona.ai

VRBB:
Der VRBB stärkt die Region Berlin-Brandenburg auf gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene. Mit seiner inklusiven Netzwerkarbeit unterstützt der Verband die zunehmende strukturelle Bedeutung der XR-Technologien für die Region. Dabei spiegelt die Arbeit des VRBB das umfassende Verständnis der dynamischen, komplexen und kulturellen Bedeutung von Berlin-Brandenburg als nationalem und internationalem Hotspot für immersive Technologien wider.
https://virtualrealitybb.org // @virtualrealitybb

Trippen:
Seit über zwei Jahren schon kooperiert Esther Perbandt mit der Berliner Schuhfrima Trippen für ihre signifikanten Schuhe.

ALVA NOTO:
Carsten Nicolai von Alva Noto komponierte eigens für die Präsentation der digitalen Modeentwürfe zwei atmosphärische Tracks

Vielen Dank für die schöne Zusammenarbeit und Unterstützung an Deutsche Grammophon