Mein persönliches Tagebuch der Matrix - Resurrections Premiere, San Francisco

Vermutlich haben viele von Euch über die verschiedenen Kanäle mitbekommen, dass ich zur US Premiere des neuen Matrix - Resurrections Films in San Francisco eingeladen war und darüber hinaus nicht nur die unglaubliche Ehre hatte die Red Carpet Outfits für die Regisseurin Lana Wachowski und ihre Frau Karen Winslow zu entwerfen und anzufertigen, sondern auch noch für viele andere auch. Im Laufe der Entwurfsphase entstand die weitere Idee, eine Pillen-Halskette zu designen.

Aber wie läuft dann tatsächlich so ein aufregender Tag ab? Was passiert hinter den Kulissen?

Die letzten 2 Monate vor der Premiere waren ziemlich arbeitsintensiv und angespannt für mich und je näher der Tag der Premiere kam, desto angespannter war ich. Ich wusste nach wie vor nicht, ob die Outfits für Lana und Karen wirklich passen würden, da es vor deren Abreise aus Berlin nur Zwischenanproben gab, sie aber nie die fertigen Outfits probiert hatten. 3 Tage vor der Premiere hatte ich glücklicherweise die Möglichkeit einer letzten Anprobe mit den beiden in San Francisco und es passte alles perfekt, so dass ich zumindest was das anging etwas entspannen konnte. Ich war auf den schlimmsten Fall vorbereitet und hatte den Schnitt, Stoffe und Zutaten noch zusätzliche in meinem ohnehin schon Übergepäck, um notfalls ein Outfit auf die Schnelle von einem Schneider in San Francisco neu anfertigen zu lassen.

Den Morgen der Premiere am 18.12.2021 selber habe ich mit einem Tee und Bananabread mitten auf dem Union Square sitzend verbracht, währenddessen ich zahllose Amerikaner dabei beobachtet habe sich vor dem rissigen Weihnachtsbaum zu fotografieren. Dann ging es um 13:00 Uhr mit meinen zwei Babes Jen und Missy zu Saks Fifth Avenue in die CHANEL Abteilung, um uns dort das Make Up für den Abend machen zu lassen. Dies hat leider sehr viel länger gedauert als geplant, so dass ich ziemlich in Zeitnot kam. Denn um 15:00 war ich bereits mit dem Fotografen Just Loomis verabredet, damit er Fotos von mir macht, wie ich mich im Hotelzimmer fertig mache für den Event. Ich bin förmlich zum Hotel zurück gerannt, um dort schnell mein Outfits aufzusteamen und mich umzuziehen. Dann kam Just Loomis und hat einige Fotos von mir im Hotelzimmer gemacht. Er hatte die grossartige Idee, einfach auf die Strasse zu gehen und dort eine Art editorial Shooting zu machen. Wunderbare Bilder sind ganz spontan dabei entstanden und ich freue mich nach wie vor riesig darüber. Lustigerweise habe ich noch am Abend eine Nachricht eines „making The Cut“ Fans auf Instagram bekommen, dass sie mich zufällig beim Shooting auf der Strasse gesehen hätte und es gar nicht fassen konnte, dass ich in San Francisco sei.

Vom „Strassen Shooting“ ging es dann direkt ins Taxi, zusammen mit Just Loomis zu einer Location, wo sich alle Freunde, die zur Premiere aus Berlin und anderswo angereist waren und sich dort gemeinsam für den Event fertig machten. Dort traf ich dann auch all die anderen Leute, die ich für den Abend ausgestattet hatte, um beim letzten Feinschliff zu helfen oder zu stylen: Tom Tykwer, Marie Steinmann, Sarah Mc Teigue, Marcel und Stephanie Dettmann, Esther Silex, Sabrina Strehl und Matti Bückner, Jen Florin und Missy Livingston (Moderna), Rainer Wendt, Tinka Scharfe, Jasmin Pohl, Julia Lord, Kathrin Diele, Maria Richter und viele andere mehr. Es war ein wildes Gewusel und fröhliches Begüßen, Hin und Herreichen von Make Up und Lippenstiften und Bewundern aller Outfits, nicht nur der meinen.

Wie Kinder, die auf Klassenfahrt gehen, wurden wir dort liebevoll von Lana und Karen verabschiedet, um gemeinsam in einen grossen Tourbus zur Castro Street / dem Castro Theater gefahren zu werden. Wow, was für ein Szenario! Die ganze Strasse war gesperrt, Limousinen und Busse fuhren vor und schreiende Fans hinter Absperrungen. Wir konnten direkt vor dem Castro Theatre aussteigen und die flirrende Luft geniessen. Diese war leider nicht sehr warm. Ganz im Gegenteil, es war unglaublich kalt und erste leicht bis kaum bekleidete Damen, ich eingeschlossen, fingen an zu frieren.

Aber dann ging es auch schon auf die Bühne / Matrix Logo Land, ein Podest, welches direkt auf der Castro Street aufgebaut war, damit alle Fans draussen, die kein Ticket für die Premiere hatten, das Spektakel der Fotoshootings beobachten konnten. Was für eine Ehre für mich. Lana und Karen hatten extra organisiert, dass es auf dieser Bühne ein eigenes Shooting für mich gab mit alle den Personen um mich herum, die an diesem Abend Esther Perbandt trugen. Es hat sich fast so angefühlt als hätte ich den Matrix Red Carpet zu einer Guerillia Fashion Show Performance verwandelt. Und was für ein Fest für mich Lana in meinem extra für sie entworfenen „Pillen“ Kleid die ganze Zeit so strahlen zu sehen.

Von dort ging es zum eigentlichen „Red Carpet“, ein Bereich, der aufgrund von Corona nur für die Stars streng limitiert war. Auch hier hatte ich die Ehre, als eine der wenigen über den rote Teppich zu laufen und das Blitzlichtgewitter zu empfangen. Nachdem dieser Teil vorbei war, mussten wir im hinteren Bereich des Red Carpets einige Zeit in der Kälte warten bis eben alle Stars über den Red Carpet gegangen waren und ihren Interview-Marathon abgeschlossen hatten. Aber es war auch der besondere Moment, Freema Agyeman und Carrie-Anne Moss wieder zu sehen, die ich schon in Berlin kennenlernen durfte. Carrie-Annes Kleid war hinten offen und so kam es zu den Fotos, wie ich ihr auf dem Red Carpet das Kleid hinten schliesse.

Das beeindruckendste Kleid, auf jeden Fall zumindest von den Ausmaßen her, trug Schauspielerin Jada Pinkett Smith, ein knallrotes Couture Kleid von Giambattista Valli. Aber auch der Farb-Degradée Anzug von Schauspieler Neil Patrick Harris aus der Kollektion von Berluti, passte perfekt in das Farb-Surrounding des „Green Carpets“. Denn passend zum Matrix CI gab es natürlich keinen „Red Carpet“, sondern einen „Green Carpet“.

Dann ging es endlich in den Kinosaal, wo ich direkt neben Marc Jacobs und seiner Begleitung saß, den ich am Abend vorher kurz kennengelernt hatte.

Worauf ich mich, neben dem Film natürlich, schon vorher gefreut hatte, was die Rede von Lana Wachowski. Wenn eine Person unglaublich persönliche, herzerwärmende, ehrliche Reden halten kann, dann ist es Lana. Es ist nicht das erste mal, dass ich bei einer Rede von ihr den Tränen nahe bin.

Den Film fand ich grossartig, humorvoll. Es ist nicht einfach, nach all den Jahren eine Fortsetzung zu machen, aber Lana hat es geschafft einen Twist in die Geschichte zu bringen, den ich nicht erwartet hätte. Auch die Idee, dass sich Neo und Trinity nach über 20 Jahren wieder treffen, bzw neu kennen und lieben lernen ist wunderbar.

Nach der Filmvorführung wurde die Berliner and Friends & Family Crew wieder in unserem Tourbus zur Aftershowparty gebracht, eine Location direkt am Wasser, direkt an der Brücke…., die zur Feier des Tages an jedem Pfeiler mit Lichterketten geschmückt war, bei denen die Lichter, wie beim Matrix Code, hoch und runter liefen. Es gab ein riesiges Feuerwerk und natürlich würde bis in die frühen Stunden ausgiebig gefeiert und getanzt zu den aus Berlin angereisten Djs Marcel Dettmann, Moderna (Missy Livingston) und Esther Silex.




DANKE LANA WACHOWSKI

Dafür, dass ich Teil der fantastischen Matrix-Resurrections-Premiere sein durfte. Danke für die Intelligenz, Kreativität und Liebe, die du verbreitest.

DANKE SCHÖN

Fotografie // Just Loomis
Musik // „Can you see her“ von Moderna y Theus Mago
Bearbeitung // Tiago Ribeiro, Unicornluv.com

DANKE SCHÖN

Für die hervorragende Präsentation meiner Kreationen

Lana Wachowski, Karen Winslow, Jen Florin, Missy Livingston, Tom Tykwer, Marie Steinmann, Sarah Mc Teigue, Sabrina Strehl, Esther Silex, Matti Brückner, Stephanie Dettmann, Rainer Wendt, Tinka Scharfe, Kathrin Diele, Maria Richter, Jasmin Pohl, Julia Herr